Empfehlen KI-Assistenten Ihr Unternehmen?

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Tempo, SEO und KI

Empfehlen KI-Assistenten Ihr Unternehmen?

Immer mehr Kunden fragen ChatGPT oder Gemini nach passenden Anbietern. Was darüber entscheidet, ob Ihr Unternehmen in diesen Antworten auftaucht, und welcher Zielkonflikt dabei fast immer fehlt.

Immer mehr Kaufentscheidungen beginnen mit einer Frage an einen KI-Assistenten statt mit einer Suche bei Google. „Welche Agenturen in Österreich bauen B2B-Websites zum Festpreis?“ liefert eine kurze Liste mit Namen und je einem Absatz dazu. Für die Firmen auf dieser Liste ist das eine hervorragende Position. Alle anderen sind unsichtbar.

Zum Thema, wie man dafür optimiert, gibt es viel Lärm. Das meiste ist alte SEO-Beratung mit neuem Etikett. Hier geht es um das, was tatsächlich anders ist, und um einen Zielkonflikt, der in fast jedem Artikel dazu fehlt.

Wie Assistenten tatsächlich antworten

Es gibt zwei getrennte Wege. Der Unterschied entscheidet, worauf Sie Einfluss haben.

Aus den Trainingsdaten. Das Modell hat beim Training eine Momentaufnahme des Webs aufgenommen. Deshalb kann ein Assistent ein bekanntes Unternehmen beschreiben, ohne nachzusehen. Und deshalb ist diese Beschreibung oft veraltet. Daran können Sie nichts ändern. Wenn es darauf ankommt, wurde es schon vor Monaten entschieden.

Aus der Live-Suche. Der Assistent sucht während der Antwort im Web und liest, was er findet. Von hier kommen die meisten Empfehlungen für kleine und mittlere Unternehmen. Und hier haben Sie Einfluss, weil es davon abhängt, was gerade jetzt auffindbar und lesbar ist.

Die praktische Folge: Wer empfohlen werden will, muss vor allem auffindbar und zitierfähig sein. Der Großteil der Arbeit ist also ganz gewöhnliche Arbeit.

Die Einstellung, die Sie komplett ausschließt

Prüfen Sie vor jedem Optimierungstipp eine Sache: ob Ihre eigene robots.txt die Crawler dieser Assistenten blockiert.

In den letzten Jahren haben viele Hoster und CDNs, allen voran Cloudflare, verwaltete Sperren für KI-Crawler eingeführt, oft standardmäßig aktiv. GPTBot, ClaudeBot, Google-Extended, CCBot, meta-externalagent und andere bekommen ein pauschales Disallow. Viele Website-Betreiber haben das aktiv und wissen es nicht, weil sie die Datei nie selbst bearbeitet haben.

Sind diese Crawler gesperrt, bringt Sie keine noch so gute Auszeichnung und kein noch so klarer Text in eine Antwort, die auf der Live-Suche beruht. Sie haben sich abgemeldet.

Ob das falsch ist, hängt von Ihrem Geschäft ab. Es ist ein echter Zielkonflikt und kein Fehler. Eine Sperre schützt Ihre Inhalte davor, als Trainingsmaterial zu dienen oder so zusammengefasst zu werden, dass niemand mehr Ihre Website besuchen muss. Wer die Crawler zulässt, kommt in die Antworten. Nicht vertretbar ist eine Sperre aus Versehen, während Sie gleichzeitig in Inhalte investieren, die Sie auffindbar machen sollen.

Rufen Sie Ihre Datei unter ihredomain.at/robots.txt auf und suchen Sie nach diesen User-Agents. Das dauert dreißig Sekunden. Übrigens: Google-Extended steuert Gemini und verwandte Produkte, nicht die Indexierung für die Google-Suche. Eine Sperre dort ändert an Ihren normalen Rankings nichts.

Was die Antwort tatsächlich beeinflusst

Überall gleich beschrieben sein

Assistenten setzen das Bild eines Unternehmens aus vielen Quellen zusammen. Beschreiben Website, LinkedIn, Verzeichniseinträge, Google-Unternehmensprofil und Presseartikel Sie gleich, ist das Bild stimmig und das Modell nennt Sie mit Überzeugung. Widersprechen sich die Quellen, wird das Modell vage oder nimmt eine andere Firma.

Das ist unspektakuläre Arbeit: Name, Adresse, Beschreibung Ihrer Tätigkeit und die angebotenen Leistungen müssen überall übereinstimmen, wo Ihr Unternehmen auftaucht. Für ein kleines Unternehmen ist es trotzdem der nützlichste Punkt auf dieser Liste, weil Widersprüche der Normalzustand sind.

Auch anderswo erwähnt werden

Ein Modell gewichtet eine unabhängige Quelle anders als Ihr eigenes Marketing. Dazu zählen Verzeichniseinträge, Branchenverbände, Partnerseiten, Kundenreferenzen und Erwähnungen in der Fachpresse. Für B2B im DACH-Raum sind die wichtigen Verzeichnisse etabliert und meist kostenlos. In Österreich sind das etwa herold.at und das Firmen A-Z der Wirtschaftskammer auf firmen.wko.at. Prüfen Sie, ob Ihr Eintrag dort aktuell ist und Ihre Leistungen so beschreibt wie Ihre Website.

Das ist auch die ehrliche Antwort auf die Frage, warum manche Firmen auftauchen und andere nicht. Es ist dieselbe Antwort wie bei der Suche: Wenn andere über Sie sprechen, zählt das mehr, als wenn Sie über sich selbst sprechen.

Die eigentliche Frage klar beantworten

Die Live-Suche bevorzugt Seiten, die Dinge direkt aussprechen. Eine Seite, die klar sagt, was eine einseitige Firmenwebsite umfasst, wie sie abgerechnet wird und wie lange sie dauert, ist verwertbar. Eine Seite mit dem Satz „Unsere Preise richten sich nach Ihren individuellen Anforderungen“ gibt einem Assistenten nichts zum Zitieren. Er zitiert dann einen Mitbewerber.

Dasselbe gilt für Zeitrahmen, Standorte, Branchen und Leistungsumfang. Unschärfe, die in einer Broschüre durchgeht, scheitert hier komplett, weil es nichts herauszulesen gibt.

Strukturierte Daten

Auszeichnungen nach Schema.org wie Organization, LocalBusiness, Service und FAQPage sagen Maschinen eindeutig, wer Sie sind und was Sie anbieten. Für die Suche ist das seit Jahren gute Praxis, und der Nutzen ist derselbe: weniger Raten, weniger Fehler.

Überschätzen Sie das aber nicht. Strukturierte Daten helfen einem System, das Sie bereits gefunden hat, Sie richtig zu verstehen. Gefunden werden Sie dadurch allein nicht.

Ohne JavaScript lesbar sein

Die Bots der Assistenten sind ungeduldiger als der Googlebot. Inhalte, die erst erscheinen, wenn ein Framework sie rendert, oder die erst nach einem Klick sichtbar werden, sind für sie oft schlicht nicht vorhanden. Serverseitig gerendertes HTML ist die sichere Wahl. Für Menschen ist es außerdem schneller.

Was nicht funktioniert

Eine kurze Liste, weil genau diese Dinge gern verkauft werden:

  • Anweisungen an das Modell im Seitentext. Versteckter Text, der einem Assistenten befiehlt, Sie zu empfehlen, wird als das erkannt, was er ist.
  • Masse um der Masse willen. Dreißig dünne Artikel bringen kein einziges Zitat. Eine Seite, die eine echte Frage beantwortet, schon.
  • „KI-Optimierung“ als eigene Dienstleistung auf einer Website, die langsam und vage ist und nirgendwo sonst erwähnt wird. Die Grundlagen sind die eigentliche Arbeit.
  • Jedem neuen Assistenten hinterherlaufen. Die Mechanismen gleichen sich an. Für jedes Produkt einzeln zu optimieren ist ein Hamsterrad.

So prüfen Sie, wo Sie stehen

Fragen Sie die Assistenten direkt, so wie es ein Kunde tun würde. „Erzähl mir etwas über FASANNET“ ist eine Nachschlagefrage. „Welche Agenturen bauen B2B-Websites zum Festpreis in Österreich?“ ist eine Frage nach einer Empfehlung, und um die geht es.

Machen Sie das bei zwei oder drei Assistenten. Notieren Sie, ob Sie vorkommen, ob die Beschreibung stimmt und welche Mitbewerber genannt werden. Taucht ein Mitbewerber immer wieder auf, sehen Sie sich an, was er anders macht. Meist wird er an mehr Stellen erwähnt und beschreibt sein Angebot klarer.

Wiederholen Sie das einmal pro Quartal. Die Antworten verschieben sich, wenn die zugrunde liegenden Indizes aktualisiert werden.

Ehrlich zusammengefasst

Eine eigene Disziplin gibt es hier noch nicht. Empfohlen werden Unternehmen, die technisch zugänglich sind, überall gleich beschrieben werden, von anderen erwähnt werden und klar sagen, was sie verkaufen. Diese Liste ist seit Langem die Antwort auf organische Sichtbarkeit.

Was sich wirklich geändert hat, ist die Strafe für Unschärfe. Eine Suchmaschine rankt auch eine Seite, die herumdruckst. Ein Assistent, der um eine Empfehlung gebeten wird, braucht etwas, das er über Sie sagen kann. Liefert Ihre Website das nicht, findet er eine Firma, deren Website es tut.

Und vor all dem: Prüfen Sie, ob Sie die Crawler blockieren. Da gibt es nur Ja oder Nein.

Jede Website, die wir bauen, wird serverseitig gerendert, ist mit Organization- und FAQ-Schema ausgezeichnet und beschreibt Leistungen, Ablauf und Zeitrahmen in klaren Worten. Unsere eigene Leistungsübersicht zeigt, wie das aussieht. Starten Sie Ihr Projekt, wir melden uns innerhalb eines Werktags und besprechen mit Ihnen Möglichkeiten, Budget und Zeitplan.

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Ramazan AkpinarGründer und Inhaber von FASANNET. Entwickelt Websites, Web-Apps und Automatisierungen für Unternehmen in ganz Europa und schreibt hier über das, was in Projekten auftaucht.

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