Billige Website: Was aus 500 € am Ende wird

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Kosten und Planung

Billige Website: Was aus 500 € am Ende wird

Bei 500 € bleibt es selten. Änderungen, Datenschutz, mobile Fehler, Lizenzen und Notfälle machen in zwei Jahren schnell 1.500 bis 3.000 € netto aus, verlorene Kunden nicht mitgerechnet.

Eine Website um 500 € klingt nach einem guten Geschäft. Eine Freelancerin von einer Billigplattform, eine Vorlage, die ganz ordentlich aussieht, und nach zwei Wochen sind Sie online. Der Haken: Bei 500 € bleibt es nicht.

Über zwei Jahre kann aus der Ersparnis ein Betrag von 3.000 €, 4.000 € oder mehr werden. Er verteilt sich auf Notfallreparaturen, verlorene Kunden und Anfragen, die die Website nie bringen konnte. Dieser Beitrag zeigt, wohin das Geld fließt, warum das passiert und wie die Alternative in der Praxis aussieht. Alle Beträge sind Nettobeträge, also zuzüglich 20 % MwSt.

Was die Rechnung nicht zeigt

Die 500 € sind echt. Das Problem ist alles, was danach kommt. Billige Websites entstehen mit wenig Zeit, wenig Budget und engem Umfang. Diese Grenzen verschwinden mit dem Launch nicht. Sie landen bei Ihnen.

So sieht eine realistische Aufstellung der Kosten aus, die Unternehmen in den zwei Jahren nach dem Start einer billigen Website haben.

  • Inhaltliche Änderungen: 150 bis 300 € pro Änderung. Billige Websites werden oft ohne Dokumentation übergeben, mit gesperrtem Page Builder oder einem so stark umgebauten Theme, dass nur der ursprüngliche Entwickler es gefahrlos bearbeiten kann.
  • Probleme in der mobilen Ansicht: 300 bis 600 € für eine saubere Behebung. Eine billige Website wird oft nur auf einer Bildschirmgröße getestet. Dann funktioniert das Kontaktformular auf Android nicht, die Überschrift läuft auf kleinen iPhones über und das Menü ist am Tablet unbrauchbar.
  • Datenschutz nach DSGVO: 300 bis 800 €. Eine korrekte Umsetzung braucht eine funktionierende Cookie-Einwilligung (in Österreich nach § 165 Abs. 3 TKG 2021, in Deutschland nach § 25 TDDDG), eine richtige Datenschutzerklärung, keine Drittanbieter-Skripte vor der Einwilligung und eine korrekte Dokumentation der Datenverarbeitung. Den meisten billigen Websites fehlt das. Nachrüsten braucht Fachwissen.
  • Lizenzen für Plugins und Themes: 100 bis 300 € im Jahr. Premium-Plugins oder Themes sind oft nicht auf Sie lizenziert. Laufen die Lizenzen ab, kommen keine Updates mehr und Sicherheitslücken bleiben offen.
  • Besseres Hosting: 100 bis 200 € im Jahr. Shared Hosting ist langsam und kann schon bei mäßigem Andrang ausfallen. Wächst die Website, zahlen Sie für den Umzug.
  • Notfälle und Ausfälle: 200 bis 500 €. Ein Plugin-Konflikt legt die Website lahm, oder ein Formular sendet nicht mehr und niemand merkt es wochenlang. Solche Reparaturen werden oft zu Notfallsätzen verrechnet.

Zusammengerechnet kommen über zwei Jahre 1.500 bis 3.000 € an direkten Kosten zusammen, noch bevor ein einziger Kunde verloren geht. Was professionelle Websites stattdessen typischerweise kosten, zeigt der Ratgeber Was kostet eine individuelle Firmenwebsite?

Was Sie für 500 € bekommen

Der meiste Ärger entsteht aus der Lücke zwischen dem, was Sie erwarten, und dem, was eine Website um 500 € üblicherweise liefert.

Eine Vorlage mit Ihrem Logo. Eigene Designarbeit gibt es zu diesem Preis nicht. Die Freelancerin wählt ein Theme, ändert die Farben, fügt Ihr Logo ein und füllt Ihre Texte ein. Ihre Mitbewerber verwenden womöglich dasselbe Theme.

Shared Hosting ohne Zusagen zur Geschwindigkeit. Ladezeiten von vier bis sechs Sekunden sind üblich.

Keine SEO-Grundlagen. Eine billige Umsetzung zielt darauf, Seiten online zu bringen. Meta-Titel fehlen oder sind doppelt, es gibt kein Schema-Markup, Bilder sind nicht optimiert, und die technischen Signale, die Google für das Ranking nutzt, bleiben unbeachtet.

Keine Betreuung nach der Übergabe. Die Arbeit endet mit dem Launch. Geht am nächsten Tag etwas kaputt, sind Sie auf sich gestellt oder zahlen erneut.

Austauschbare Texte und Struktur. Bei knapper Zeit bleibt kein Raum, Ihr Unternehmen zu verstehen. Die Struktur folgt der Vorlage: Start, Über uns, Leistungen, Kontakt. Die Texte lesen sich wie jede andere Website Ihrer Branche.

Bevor Sie einen niedrigen Preis akzeptieren, fragen Sie, wie Änderungen verrechnet werden und was eine typische Änderung kostet.

Verlorene Kunden und Umsatz, den Sie nie sehen

Die entgangenen Chancen sind schwerer zu messen. Meist wiegen sie schwerer.

Eine langsame, austauschbare Website erzeugt Stille. Ein möglicher Kunde ist zwölf Sekunden darauf und geht zurück zu Google. Sie erfahren nie davon.

Geschwindigkeit ist der erste Filter. Eine von Google veröffentlichte Untersuchung zeigt: Steigt die Ladezeit von einer auf drei Sekunden, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass ein mobiler Besucher abspringt, um 32 %. Bei fünf Sekunden steigt sie um 90 %. Eine billige Website auf Shared Hosting braucht oft vier bis sechs Sekunden. Ein Teil jeder Besucherschaft geht also, bevor sie ein Wort gelesen hat.

Der erste Eindruck bleibt. Eine Website, die hastig wirkt, legt nahe, dass Ihr Unternehmen genauso arbeitet.

Ohne Anfragen keine Aufträge. Eine Website ohne klare Handlungsaufforderung, ohne Vertrauenssignale und ohne erkennbaren Weg zum Kontakt bringt Besucher, die wieder gehen. Macht Ihre Website aus weniger als 1 % der Besucher Anfragen, liegt die Ursache wahrscheinlich in der Umsetzung. Mit 2 % oder 3 % bei gleichem Andrang verdoppeln oder verdreifachen sich Ihre Anfragen.

Bringt Ihre Website schon jetzt zu wenig, helfen Ihnen fünf Anzeichen, dass Ihre Website ein Redesign braucht (auf Englisch), die größten Lücken zu finden.

Was eine professionelle Website enthält

Eine professionelle, individuelle Firmenwebsite kostet am europäischen Markt typischerweise zwischen 3.000 und 15.000 € netto, je nach Umfang und Komplexität. Bei FASANNET bekommt ein klar abgegrenztes Website-Projekt einen Festpreis, sobald wir Umfang und Budget mit Ihnen vereinbart haben. Unabhängig vom Preis sollten Sie auf diese Punkte achten.

  • Eigenes Design, ausgerichtet auf Ihre Positionierung. Die Gestaltung beginnt bei Ihrem idealen Kunden, Ihren Mitbewerbern und der Art, wie Sie verkaufen.
  • Responsive Entwicklung, getestet auf echten Geräten. Jede Bildschirmgröße und jeder gängige Browser, geprüft vor dem Launch.
  • Onpage-SEO auf jeder Seite. Meta-Titel und -Beschreibungen, Überschriftenhierarchie, Schema-Markup, optimierte Bilder, Zielwerte für die Core Web Vitals und eine saubere Sitemap.
  • Datenschutz nach DSGVO von Anfang an. Cookie-Einwilligung, Datenschutzerklärung, korrekte Dokumentation der Datenverarbeitung und keine Drittanbieter-Skripte ohne Einwilligung.
  • Messbare Zielwerte für die Geschwindigkeit. Hosting, Bildkomprimierung und Caching so eingerichtet, dass die im Angebot genannten Werte erreicht werden.
  • Klar geregelte Korrekturschleifen. Eine feste Anzahl an Runden oder unbegrenzte Korrekturen in der Designphase, je nach vereinbarter Option. Wichtig ist, dass es schriftlich festgehalten ist.
  • Ein vereinbarter Zeitraum nach dem Launch. Funktioniert nach dem Start etwas nicht, sollte es ohne neue Rechnung behoben werden.

Nach dem Launch können Hosting, Betreuung und Weiterentwicklung nach Stunden oder monatlich weiterlaufen, mit einem Budget, das Sie vorab vereinbaren.

Wann billig reicht und wann nicht

Nicht jede Website braucht ein großes Budget. Eine Hobbyseite, ein Verein oder eine Platzhalterseite, während Sie eine Idee testen, kommen mit einer billigen oder kostenlosen Website aus.

Eine Firmenwebsite ist ein anderer Fall. Dort sehen Kunden nach, bevor sie sich für eine Zusammenarbeit entscheiden.

Der Test ist einfach. Überlegen Sie, was ein neuer Kunde für Ihr Unternehmen wert ist. Bringt ein einzelner Kunde mehrere tausend Euro, macht eine Website, die Ihnen zwei zusätzliche Kunden im Jahr bringt, ihre Kosten rasch wett. Für eine Firmenwebsite ist eine sehr billige Umsetzung meist am falschen Ende gespart.

Wann ein kleinerer Umfang genügt

Nicht jedes Unternehmen braucht zehn Seiten. Vielleicht kennen Ihre Kunden Sie schon. Dann soll die Website vor allem auffindbar sein, zeigen, was Sie tun, und den Kontakt leicht machen. Das erledigt auch eine einzelne, gut gebaute Seite.

Das ist etwas anderes als eine billige Website. Eine Vorlage um 500 € ist eine Website in voller Größe, schlecht gebaut. Eine Onepager-Website ist ein kleinerer Umfang, gut gebaut: eigenes Design, Texte gemeinsam mit Ihnen erarbeitet, für das Smartphone optimiert, rechtlich sauber und Ihr Eigentum. Alles aus der Liste oben gilt weiterhin. Es ist nur weniger davon.

Das Problem, um das es hier geht, ist das Bezahlen für etwas, das nie dafür gebaut wurde zu funktionieren. Einen kleineren Umfang bewusst zu wählen, ist eine unternehmerische Entscheidung. Die billigste Umsetzung zu wählen und auf das Beste zu hoffen, ist ein Glücksspiel.

Haben Sie schon eine billige oder halbfertige Website, muss sie nicht immer weg. Wir sehen uns an, was vorhanden ist, und entscheiden mit Ihnen, ob wir sie reparieren, übernehmen oder migrieren.

Die Rechnung geht nicht auf

Eine niedrige erste Rechnung wirkt sparsam. Die Kosten einer billigen Website wachsen aber weiter, wenn diese Rechnung längst bezahlt ist.

Zwei Jahre Änderungen, Notfallreparaturen, nachgerüsteter Datenschutz, Lizenzen und Hosting machen 1.500 bis 3.000 € aus. Dazu kommen die Kunden, die auf der Website nichts Überzeugendes gefunden haben und zum Mitbewerber gegangen sind.

Eine professionelle Website zum vereinbarten Festpreis ändert die Rechnung. Die Kosten stehen vorab fest, der Umfang ist klar, und das Ergebnis deckt ab, was eine Firmenwebsite braucht, um aus Besuchern Kunden zu machen.

Möchten Sie wissen, was eine professionelle Website für Ihr Unternehmen kosten würde und was sie enthält? Schreiben Sie uns, was Sie brauchen, und wir antworten innerhalb eines Werktags. Oder fordern Sie einen kostenlosen Website-Check an und bekommen Sie innerhalb von zwei Werktagen einen kurzen Bericht zu mobiler Ansicht, Geschwindigkeit, Auffindbarkeit und Anfragen. Das Budget steht fest, bevor die Arbeit beginnt. Keine Überraschungen auf der Rechnung.

Die Website um 500 € klingt nach einem guten Geschäft. Die Zahlen zeigen, dass sie es selten ist.

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Ramazan AkpinarGründer und Inhaber von FASANNET. Entwickelt Websites, Web-Apps und Automatisierungen für Unternehmen in ganz Europa und schreibt hier über das, was in Projekten auftaucht.

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