Was kostet eine individuelle Firmenwebsite 2026?

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Kosten und Planung

Was kostet eine individuelle Firmenwebsite 2026?

Von 500 € bis über 15.000 € netto: Wir zeigen, welche Preisklassen es am europäischen Markt gibt, was jeweils enthalten ist und wo versteckte Kosten lauern.

Sie brauchen eine neue Website. Vielleicht wirkt die aktuelle veraltet, bringt keine Anfragen oder es gibt noch gar keine. Die erste Frage lautet dann fast immer: Was kostet eine individuell gestaltete Firmenwebsite?

Die kurze Antwort: Das hängt davon ab, was die Website leisten soll. Dieser Ratgeber schlüsselt das auf. Sie finden typische Marktpreise in Europa für 2026, was Sie in jeder Preisklasse bekommen und wo Unternehmen Geld ausgeben, ohne es zu merken. Alle Beträge verstehen sich netto, also zuzüglich 20 % MwSt.

Warum die Preise so stark schwanken

Sie finden Angebote für 500 € und andere für 50.000 €. Beide sind echt. Der Preis hängt von einigen Faktoren ab.

Umfang. Eine Website mit fünf Seiten ist ein anderes Projekt als eine mit 30 Seiten, Kundenportal, Schnittstellen und Inhalten in mehreren Sprachen. Mehr Seiten und mehr Funktionen bedeuten mehr Arbeit.

Design. Eine fertige Vorlage mit Ihrem Logo ist in einem Bruchteil der Zeit erledigt, die ein eigenes Design rund um Ihre Marke braucht. Vorlagen sind schneller. Ein eigenes Design passt besser zu Ihrem Unternehmen.

Wer die Website baut. Eine Freelancerin rechnet anders ab als eine Agentur mit Designer, Entwicklerin und Projektleitung. Beides kann richtig sein, je nachdem, was Ihr Projekt braucht.

Standort. Agenturen in Westeuropa verlangen mehr als jene in Osteuropa oder Südostasien. Dafür bezahlen Sie auch kurze Wege, dieselbe Zeitzone und Kenntnis Ihres Marktes.

Preisklassen im Überblick

Die folgenden Spannen beschreiben den allgemeinen Markt. Sie helfen Ihnen, ein Angebot einzuordnen. Es sind keine FASANNET-Preise.

500 bis 2.000 €: Websites aus Vorlagen

In dieser Klasse bekommen Sie meist eine Vorlage für WordPress oder Squarespace, in die Ihre Inhalte eingefügt werden. Das Layout teilen Sie mit tausenden anderen Unternehmen.

Für eine Einzelunternehmerin kann das reichen. Für eine Firma, die gegen etablierte Mitbewerber antritt, sieht es aus wie alle anderen.

Üblicherweise enthalten:

  • Eine fertige Vorlage mit kleinen Anpassungen bei Farben und Schriften
  • 3 bis 5 Seiten (Start, Über uns, Leistungen, Kontakt)
  • Ein einfaches Kontaktformular
  • Eine mobile Ansicht, weil die meisten aktuellen Vorlagen eine mitbringen
  • Kein eigenes Design, keine SEO-Strategie, keine Arbeit an der Ladezeit

3.000 bis 7.000 €: individuelle Firmenwebsites

Hier liegen viele Firmenwebsites. Sie bekommen eine Website, die für Ihr Unternehmen, Ihre Zielgruppe und Ihre Ziele gestaltet ist. Die Struktur folgt dem Weg, auf dem Ihre Interessenten eine Entscheidung treffen. Die Seiten sind darauf ausgelegt, aus Besuchern Anfragen zu machen.

Üblicherweise enthalten:

  • Eigenes Design auf Basis Ihrer Marke
  • 8 bis 15 Seiten mit geplanter Inhaltsstruktur
  • Grundlegende Onpage-SEO (Meta-Tags, Überschriftenstruktur, optimierte Bilder)
  • Cookie-Einwilligung und Datenschutz nach DSGVO
  • Kontaktformulare, Terminbuchung oder Anfrageformulare
  • Entwicklung zuerst für das Smartphone
  • Optimierte Ladezeiten
  • Ein CMS, mit dem Sie Inhalte selbst bearbeiten

8.000 bis 15.000 €: aufwendige individuelle Websites

In dieser Klasse bekommen Sie alles von oben, dazu mehr Strategiearbeit, mehr Seiten und mehr Funktionen, etwa mehrere Sprachen, Kundenportale oder eine CRM-Anbindung.

Üblicherweise enthalten:

  • Alles aus der Klasse darunter
  • 15 bis über 30 Seiten
  • Schnittstellen zu CRM, E-Mail-Marketing oder Buchungssystemen
  • 2 bis 3 Sprachen
  • Eigene interaktive Elemente
  • Unterstützung bei Inhaltsstrategie und Texten
  • Mehr Korrekturschleifen

Ab 15.000 €: komplexe Projekte und Web-Apps

Projekte in dieser Klasse haben große Inhaltsstrukturen, komplexe Schnittstellen, Onlineshops oder eigene Webanwendungen. Denken Sie an mehr als 50 Seiten, mehrere Benutzerrollen, Anbindung an interne Systeme und laufende Weiterentwicklung. Hier geht es oft eher um eine Web-App, ein internes System oder ein SaaS-Produkt als um eine klassische Website.

Was ein professionelles Projekt enthält

Unabhängig vom Budget sollte ein professionelles Website-Projekt 2026 diese Punkte abdecken. Fehlt einer im Angebot, fragen Sie nach dem Grund.

Eigenes Design. Ihre Website soll nach Ihrem Unternehmen aussehen und Ihre Zielgruppe ansprechen.

Eine solide technische Basis. WordPress läuft auf über 40 % aller Websites. Sie können damit Inhalte ändern, ohne für jede Kleinigkeit einen Entwickler zu rufen. Für Shops, Portale oder eigene Funktionen passt ein Framework wie Laravel mit Vue oft besser. Fragen Sie, welche Basis vorgeschlagen wird und warum.

Onpage-SEO. Saubere Überschriften, Meta-Beschreibungen, Alternativtexte für Bilder, klare URLs, kurze Ladezeiten und eine gute mobile Ansicht. Hier beginnt die Auffindbarkeit bei Google.

Datenschutz nach DSGVO. Wer in Europa tätig ist, muss Cookies, Datenerhebung und Datenschutzerklärung korrekt umsetzen. In Österreich regelt § 165 Abs. 3 TKG 2021 die Cookie-Einwilligung (in Deutschland § 25 TDDDG). Das ist gesetzliche Pflicht, und Strafen kommen vor.

Hosting oder eine klare Empfehlung dazu. Eine gute Agentur bietet entweder betreutes Hosting an oder richtet Ihnen einen passenden Anbieter ein und konfiguriert ihn richtig.

Optimierte Ladezeit. Eine langsame Website verliert Besucher und rankt schlechter. Peilen Sie unter 3 Sekunden an, besser unter 2. Die Core Web Vitals fließen ins Ranking ein. Arbeit an der Geschwindigkeit hilft also auch bei der Auffindbarkeit.

Versteckte Kosten

Der Angebotspreis ist nicht immer der Endpreis. Das sind die üblichen Überraschungen.

  • Korrekturen, die nur teilweise inkludiert sind. Manche Agenturen bieten günstig an und verrechnen dann jede Korrektur nach der ersten Runde. Klären Sie vor der Unterschrift, wie viele Korrekturschleifen im Design enthalten sind.
  • Hostingkosten. Manche Agenturen binden Sie an ihr eigenes Hosting um 50 bis 200 € im Monat. Über drei Jahre kommen so 1.800 bis 7.200 € zu den Erstellungskosten dazu. Klären Sie die Vereinbarung und stellen Sie sicher, dass die Website Ihnen gehört.
  • Wartung. Websites brauchen Updates, Sicherheitspatches und Backups. Manche Agenturen inkludieren das im ersten Jahr, andere verrechnen es ab dem ersten Tag. Ist es nicht enthalten, planen Sie 50 bis 150 € im Monat ein.
  • Wachsender Umfang. Sie starten mit zehn Seiten und fügen unterwegs drei Seiten, einen Blog, einen Newsletter und ein Kundenportal hinzu. Jede Ergänzung kostet Zeit und Geld. Legen Sie den Umfang am Anfang klar fest.
  • Inhalte. Die meisten Angebote gehen davon aus, dass Sie Texte und Bilder liefern. Texte, Fotos und Videos kosten meist extra. Fragen Sie vorab, was Sie selbst beisteuern sollen.

Festpreis oder Stundensatz?

Viele Agenturen rechnen nach Stunden ab. Das funktioniert in der Praxis am besten, wenn vorher ein Budget oder ein Monatslimit vereinbart ist. Bei Abrechnung nach Stundensatz hängen die Kosten von den tatsächlich geleisteten Stunden ab. Vereinbaren Sie deshalb ein Limit, bevor die Arbeit beginnt. Das Modell passt gut zu laufender Betreuung und Weiterentwicklung. Regelmäßige Abstimmungen halten Stunden und Budget im Rahmen.

Ein Festpreis funktioniert anders. Sie kennen die Kosten vor Projektstart, und der Umfang ist schriftlich festgehalten. Innerhalb dieses Umfangs können Sie Fragen stellen und Korrekturen verlangen. Änderungen am Umfang werden gesondert behandelt. Eine klare Definition am Anfang hält Überraschungen selten.

Laut einer Erhebung von Clutch gehören unklare Preise zu den größten Ärgernissen, wenn Unternehmen eine Webagentur beauftragen. Für klar abgegrenzte Website-Projekte ist der Festpreis meist das einfachere Modell, um die Kosten im Griff zu behalten. Abrechnung nach Stunden oder monatlich passt zu laufender Arbeit. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag Festpreis oder Stundensatz.

So arbeitet FASANNET

Bei FASANNET hören wir uns zuerst das Problem an. Dann vereinbaren wir Budget und Optionen gemeinsam mit Ihnen, bevor wir bauen.

  • Abgegrenzte Projekte. Eine neue Website oder eine Migration bekommt einen Festpreis für den vereinbarten Umfang. Das passt für die meisten Unternehmen, die eine professionelle Website brauchen, die Anfragen bringt.
  • Laufende Arbeit. Hosting und Betreuung, Weiterentwicklung oder KI-Automatisierung verrechnen wir nach Stunden oder monatlich.
  • Größere Projekte. Shops, interne Systeme, SaaS-Produkte, Web-Apps mit Laravel und Vue, mobile Apps und die Übernahme halbfertiger Projekte planen wir einzeln.

Welches Modell auch passt: Das Budget steht fest, bevor die Arbeit beginnt. Keine Überraschungen auf der Rechnung.

Was Sie wirklich brauchen

Drei Fragen führen Sie zu einem realistischen Budget.

  1. Welche Aufgabe hat die Website? Soll sie Anfragen bringen und Kunden gewinnen, lohnt sich eine individuelle Umsetzung, die genau dafür gebaut ist. Ist sie eine digitale Visitenkarte, reicht vielleicht ein kleinerer Umfang.
  2. Gegen wen treten Sie an? Haben Ihre Mitbewerber gepflegte Websites und Ihre sieht aus wie 2018, verlieren Sie Aufträge womöglich schon vor dem ersten Gespräch.
  3. Was ist ein neuer Kunde wert? Für viele Unternehmen deckt ein einziger neuer Kunde die Kosten einer professionellen Website um ein Vielfaches.

Der nächste Schritt

Fordern Sie einen kostenlosen Website-Check an. So erfahren Sie, was Ihr Projekt braucht. Innerhalb von zwei Werktagen bekommen Sie einen kurzen Bericht zu mobiler Ansicht, Geschwindigkeit, Auffindbarkeit und Anfragen per E-Mail.

Oder füllen Sie das Kontaktformular aus und schreiben Sie uns, was Sie brauchen. Wir melden uns innerhalb eines Werktags und besprechen Ihre Optionen. Ein Telefonat ist nur nötig, wenn Sie eines möchten.

Wenn Sie ein IT-Dienstleistungsunternehmen führen, lesen Sie warum alle MSP-Websites gleich aussehen (auf Englisch).

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Ramazan AkpinarGründer und Inhaber von FASANNET. Entwickelt Websites, Web-Apps und Automatisierungen für Unternehmen in ganz Europa und schreibt hier über das, was in Projekten auftaucht.

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